Trennung als Chance für beide Seiten

01.03.10

Wenn Unternehmen scheidenden Mitarbeitern eine Outplacementberatung anbieten, hat dies oft weniger ethische als pragmatische Gründe. Eine Outplacementberatung kostet Geld. Doch manchmal kommt es ein Unternehmen teurer zu stehen, einen Mitarbeiter „einfach so“ vor die Tür zu setzen. Dem Sozialplan oder strukturellen Veränderungen zum Opfer gefallen, werden die betroffenen Mitarbeiter mit einer großzügigen Abfindung verabschiedet. Manchmal gehen dem kostspielige und zeitraubende Klagen voraus, die sich negativ in der Bilanz niederschlagen. Weniger kalkulierbar ist das Geschehen in den Köpfen des verbleibenden Teams. Oft entsteht aus Unsicherheit Demotivation – am Ende lähmen ein erhöhter Krankenstand und fehlendes Engagement der Mitarbeiter den effizienten Prozessablauf. Öffentlichkeit, Kapitalgeber und Betriebsräte beäugen das Geschehen in höchstem Maße skeptisch. Darunter leidet das Image. Hieraus resultieren verdeckte Kosten, welche die Aufwendungen für Abfindungen übertreffen können und den gesamten Trennungsprozess verteuern.Unternehmen hingegen, die fair und weitsichtig Personalabbau vornehmen und ihn durch eine offene interne Kommunikation begleiten, werden durch ihr umsichtiges Handeln erst veränderungsfähig. Gleichzeitig verstärkt sich die Identifikation der Mitarbeiter mit dem Arbeitgeber. „Genau hierin liegt der Mehrwert der Outplacementberatung für Unternehmen“, weiß Uwe Kern, Inhaber der SKP AG, der Spezialistin für Outplacement, Potential- und Change-Management. „Das Erleben der Trennung als Win-win-Situation und Chance für beide Seiten ist das Ziel.“ Persönliche Beratung, zielgerichtetes Coaching und marktorientierte Bearbeitung etwa von Bewerbungsunterlagen und Profilen – auch über den Trennungsprozess hinaus – unterstützen betroffene Mitarbeiter dabei, schnellstmöglich eine neue Aufgabe zu finden. 

 

Quelle: VISAVIS Economy, Fremdbeilage in der Financial Times Deutschland am 1.3.2010